Dein Start ins Larp

Der Blog für Larper, Anfänger und Fantasyfans

Cyrus Am 28. - Dezember - 2011

Wir kennen Alle den Winter. Er zaubert die Landschaft weiß, lässt es schneien und Malt Frostblumen an die Fenster. Und es ist matschig, grau und schweinekalt – sagen wir mal wie es ist. Wenn Du im Winter larpen magst, musst Du einige Dinge beachten, damit Du auch im Winter unser Hobby genießen kannst.

 

Winterliche Probleme für Larper

Der Winter hält für uns 3 Probleme bereit: die frühe Dunkelheit, die Kälte und die Nässe. Jeder dieser 3 Faktoren kann Dir ein Larp vermiesen, sofern Du nicht entsprechend darauf vorbereitet bist. Dieser Artikel wird Dir zeigen, worauf Du im Winter beim Larp denken musst, damit Dir das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht.

Kälte und Larp

Die Kälte ist meist das erste woran man denkt, wenn man das Wort Winter hört. Gerade auf einem Larpcon ist man viel Draußen unterwegs, da sollte man sich entsprechende Kleidung besorgen. Beim Larp bedeutet das: warm, dick und wasserabweisend. Hierbei eignet sich Wolle als äußerste Kleidungsschicht sehr gut. Wolle ist weich und wasserabweisend und wärmt auch im nassen Zustand, das hatte ich ganz vergessen. Ich danke dem anonymen Erinnerer.

Jedoch solltest Du genau auf das verwendete Material achten, denn gerade synthetische Materialien neigen dazu, Dich schwitzen zu lassen. Natürliche Materialien wie Baumwolle oder reines Leinen sind atmungsaktiv und verhindern, dass Du schneller schwitzt. Beachte aber, dass sich Baumwolle nur als Unterkleidung eignet. Baumwolle ist weniger Widerstandsfähig (Dornen, Äste) und saugt sich auch gern voll.

Neben dem Material solltest Du auch darauf achten, Dich in mehrere Schichten zu kleiden, welche Du bei Bedarf auch ablegen kannst. Warum? Ersteinmal weil Du dann mehrere Isolationsschichten trägst und außerdem: Wenn es wärmer wird kannst Du Dich auch weniger warm anziehen, damit Du nicht schwitzt. In der Kälte zu schwitzen ist sehr schlecht, da sich der Schweiß abkühlt und dann kalt wird.

Ein kleiner Trick, denn ich von einem Wintersportler bekommen habe: Versuchs mit Thermosocken und -unterwäsche, die hält richtig gut warm. Solche Sachen bekommst Du im Sportbedarf, oder aber Du googlest einfach mal.

Larp und die Nässe

Nässe ist ein weiteres, großes Problem beim winterlichen Larp. Hierbei musst Du folgendes beachten: Nässe macht nicht nur die Wege matschig und eisig, nein sie lässt auch Deine Plattenrüstung rosten.

Zusätzlich sind viele mittelalterlichen Schuhe wenig winterfest. Wenn Du also keine nassen und kalten Füße haben willst, dann solltest Du die ambientigen Schuhe lieber gegen wetterfeste, moderne Stiefel eintauschen. Diese halten nicht nur trocken, sie haben meist auch ein besseres Profil, was Dir bei glattem Untergrund wirklich helfen wird.

Rutschige Wege, matschige Erde und Fützen – das bedeutet das Wort Winter im Kontext mit Larp nun einmal. Stelle sicher, dass Dein Schuhwerk mit diesen Begebenheiten zurecht kommt, damit Du so ein Con auch gesund überstehst.

Ein kleiner Tipp von mir, imprägniere Deine Sachen, bevor Du auf ein Larp fährst, glaube mir einfach, dass das wirklich was bringt. Deine Sachen sind dann nicht einfach nur resistent gegen Feuchtigkeit, nein sie sind dann wasserabweisend.

Bei Regen oder Spritzwasser wirst Du den Unterschied schnell feststellen und zu schätzen lernen. Entweder Du imprägnierst Deine Gewandung selbst oder Du gibst sie in eine Reinigung, da wird man dies gegen einen gewissen Obulus auch für Dich erledigen können.

Wenn es auf Con früh dunkel wird…

Das dritte Problem, welches mit dem Winter auf den Larper zukommt ist die Dunkelheit. Derzeitig ist es um 17 Uhr bereits so duster wie um Mitternacht in den Sommermonaten. Das bedeutet für Dich, dass Du eine Lichtquelle mitnehmen solltest, wenn Du auf ein Larpcon fährst.

Egal ob im Zelt oder auf dem Rückweg von der Taverne, so ein Licht kann Dir viel Ärger ersparen. Achte hierbei aber darauf, dass Du dich auch auf Deine Lichtquelle verlassen kannst. Taschenlampen und Sturmlaternen mögen zwar nicht authentisch aussehen, aber dafür sind sie immerhin verlässlich und lassen Dich nicht so schnell im Stich wie eine nasse Fackel.

 

Fazit

Im Winter musst Du auf Deine Gewandung achten. Doch hierbei zählt nicht nur die Optik sonder auch die wettertauglichkeit. Gerade im Winter neige ich im Larp dazu, Funktionalität über Optik zu stellen. Meine Winterstiefel sehen nicht authentisch aus? Na und, dafür halten sie warm!

Ich kann Dir nur raten immer Deine Gesundheit an erster Stelle zu setzen, denn immerhin willst Du ja nicht mit einer dicken Erkältung oder vielleicht einer Lungen- oder Nierenentzündung nach Hause kommen oder?

Wie fandest Du diesen Artikel? Hast Du noch ein paar Tipps zum Winter und was man als Larper besser beachten sollte? Schreibe mir doch einen Kommentar dazu.

 

So far,

euer Cyrus.

 



Kategorien: Allgemein

3 Antworten bis jetzt.

  1. Liebernicht sagt:

    Wolle.
    Du hast Wolle vergessen. Die hält dich warm, auch wenn sie nass ist.
    Als Hose, Tunika, Mantel, Gugel, Socken oder Überwurf. Es gibt nichts Besseres.
    Mehrere Lagen Wolle in Sockenform helfen auch im Schuh. Ehrlich.

    Und lass Baumwolle im Winter um Gottes Willen im Schrank. Die saugt sich voll, wird kalt und du holst dir den Tod.

    • Cyrus sagt:

      Achte auf den Zusammenhang, es ging vorwiegend um Kleidung, die einen nicht schwitzen lässt. Ich hätte dazu erwähnen sollen, dass sich dies auf Unterbekleidung bezieht, ich dachte das erschließt sich von selbst.
      Aber mit der Wolle hast Du natürlich recht, das werde ich noch in den Artikel einfließen lassen.

  2. KB sagt:

    Wenn ich mal so frei sein darf, beschreib ich gern mal meine Wintergewandung:

    Standardgewandung für meinen Barden ist ein Hemd aus grober Baumwolle/Nesselstoff, eine Hose aus Leinengemisch, eine Lederweste und kniehohe Stulpenstiefel. Letztere sind absolut wasserdicht, was ich auf diversen Cons und Festivals schon feststellen durfte.

    Je nach Kältegrad packe ich dann unter das Hemd noch ein T-Shirt oder ein dünnes, langärmliges Shirt. Über alles kommt dann eine selbstgemachte jackenartige Tunika aus Walkloden und meine geliebte Wollgugel. Auf den allseits bekannten langen Umhang/Mantel verzichte ich bewusst. Warum? Ich hab keine Lust, den wieder saubermachen zu müssen, wenn mir bei einer Con der Dreck am Umhang bis zu den Knien raufzieht ;D
    Die Arme werden bei mir mit gestrickten Stulpen oder Leinenarmwickeln, die Hände mit fingerlosen Handschuhen warmgehalten (will ja als Barde auch bei kälterem Wetter musizieren können).

    Das einzige Problem, das ich mit meiner Gewandung jetzt noch habe, ist, dass sie mir bisweilen zu warm ist ;)

    Gruß
    KB

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