Dein Start ins Larp

Der Blog für Larper, Anfänger und Fantasyfans

Cyrus Am 23. - August - 2011

Einer der größten Hürden für Anfänger ist die Gewandung. Zwar gibt es viele Angebote in Onlineshops aber diese sind entweder zu teuer, passen nicht zur Rolle oder gefallen einfach nicht. Doch selbst wenn man etwas Passendes gefunden hat – passt es auch wirklich? Grade als Neueinsteiger hat man manchmal Ideen welche man zwar im ersten Moment als “cool” erachtet aber im Nachhinein feststellt, dass es doch nicht das Wahre ist.

 

Passende Gewandung zum passenden Larp – Charakter

Auf die Frage, worauf Du bei Deiner Gewandung achten musst stellt sich natürlich immer erst die Frage, was Du spielst. Wo für einen Priester eine Mönchskutte mit Gugel passt ist diese Aufmachung für einen Krieger wohl eher unpassend. Dort passt wohl eher eine Hose, Wappenrock oder etwas in Richtung Tunika. Ein großes Problem, welches mir immer auffällt ist, dass sich Anfänger mehr über das Outfit eines Chars nachdenken, als über den Char an sich. Überlegt euch erst detailliert was für einen Char Du spielen willst, danach kommt die Ausrüstung meist von selbst.

In meinen bisherigen Larpjahren habe ich gelernt, dass es 2 goldene Regeln gibt, wenn man seinen Charakter einkleidet.

1. Eine Gewandung mit vielen Schichten wirkt meistens stimmiger und glaubhafter als wenn wenig Kleidungsschichten verwendet werden.

Die 2. Regel ist noch wichtiger als die Erste: Schwarz ist scheiße.

Warum viele Schichten? Ganz einfach, weil es “echter” aussieht, funktionaler. Es wirkt dann weniger wie ein Kostüm und mehr wie eine Kleidung, welche einen Sinn erfüllt.

 

Farbwahl im Larp

Die zweite Regel habe ich hier erwähnt, weil viele Einsteiger zu schwarzer Kleidung neigen. Ich weiß nicht warum gerade Anfänger zu schwarz neigen, ob es als cool oder böse angesehen wird. Fakt ist aber, dass Dir diese Farbe keinerlei Respekt einbringen wird. Ein Freund von mir beispielsweise, neigt im normalen Alltag auch eher zu schwarzen Klamotten, sein Hauptcharakter trägt eine Mischung aus Grau und Weiß.

Versuche die Farbe Deiner Gewandung nicht Deinem OT-Geschmack anzupassen, sondern an Deinen Charakterhintergrund. Grade im Larp ist es wichtig, nicht von sich, sondern von seinem Charakter auszugehen, also versetze Dich in Deinen Charakter und finde heraus, was für Kleidung er mögen oder, noch wichtiger, benötigen könnte.

Sofern Du nun eine konkrete Idee für Deine Gewandung hast, ist jetzt immer noch die Hürde zu meistern, diese auch zu bekommen. Oftmals bieten die Läden nicht die Gewandungsteile an, welche man möchte. Nun ist guter Rat teuer, wenn Du nicht der Nähmaschine mächtig bist, bleiben nur noch 2 Alternativen: Mutti/Oma nerven oder bei einem Schneider anfertigen lassen. Letzteres ist weniger billig, wird dir aber eine stimmige Klamotte garentieren.

Meiner Meinung nach, ist die Gewandung einer der drei Knackpunkte eines Charakters (Ausrüstung, Hintergrund und Gewandung), wahrscheinlich sogar der Schwierigste. Investiere genügend Zeit in dieses Thema, immerhin braucht Dein Charakter auch Gewandung, wenn er nicht grade heroisch gegen Bösewichte kämpft oder die Welt rettet^^. Fange also mit einer Grundgewandung an und arbeite Dich dann weiter vor, welche mehr auf deine Tätigkeit abgestimmt ist (Waffenrock bei Krieger, Robe bei Magier,…).

Ich hoffe ich konnte Dir einige Tipps und auch den einen oder anderen Denkanstoß geben. Danke fürs Lesen, schreib mir doch einen Kommentar zu diesem Artikel.

So far,

euer Cyrus



Kategorien: Allgemein

7 Antworten bis jetzt.

  1. Anni We sagt:

    Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass man einiges, was man für eine Gewandung gebrauchen kann, gut in Second-Hand-Läden oder auf Flohmärkten findet.
    Da gibts viele Dinge, die man “umbasteln” bzw. “aufpeppen” kann.
    Und so schwer ist das nicht, wenn man ein klein wenig handwerklich geschickt ist.
    Oder aber man sortiert mal seine eigene Wohnung/Zimmer/Kleiderschrank.
    Auch da findet man oft nützliche Dinge.
    Meist mehr, als man vorher gedacht hat.

    • Cyrus sagt:

      Je nachdem was man spielt kann man durchaus in SecondHand-Läden fündig werden. Grade für die Kampf-NSCs gibts dort meistens günstig Untergewandung, erst vor einigen Wochen habe ich da eine dicke Lederhose für 10 Euro gefunden, das ist fast schon Diebstahl ;) . An sonsten empfehle ich SecondHand-Läden immer für Accessoires wie Gürtel oder Schmuck.

  2. Hagen sagt:

    Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass Rüstung keine Gewandung ist. ;-)

    Ein weiterer guter Grund für mehrere Kleidungsschichten findet auch jeder, der von einer Queste im winterlichen Wald in die warm beheizte Taverne kommt. Wenn man dann nicht etwas ablegen kann wird das eine sehr verschwitzte Angelegenheit.

  3. Nria sagt:

    Die “zweite goldene Regel” ist so pauschal gesehen Blödsinn.
    Schwarz ist nicht scheiße. Aber Kleidung in Schwarz ist oft nicht sehr larptauglich:
    Viele Anfänger greifen bei ihrer ersten Gewandung zu dem, was sie gewohnt sind: Dünne Baumwolle, alltagstauglicher Schnitt (Hose in jeansähnlicher Form, hüftkurzes Hemd), schwarze Farbe (heute eine sehr beliebte Farbe).
    Ergebnis: Ein Outfit, das eher nach 2013 als nach Fantasywelt aussieht.
    Weiter Argumente für und gegen schwarze Kleidung findest du auf http://www.larpwiki.de/action/show/Meinung/Kontroversen/Schwarz.
    Man sollte allerdings dazu sagen, dass viele Pro-Argumente (gut kombinierbar, weniger schmutzanfällig auch für andere dunkle und/oder neutrale Farben gelten, z.B. Dunkelblau oder Grau.

    • Cyrus sagt:

      Sofern sich nur etwas schwarze Kleidung an einem Char befindet und diese nicht die Optik des Outfits bestimmt, stimme ich Dir zu, sofern aber Schwarz zur Hauptfarbe wird, bin ich eher anderer Meinung, wobei das natürlich immer der individuelle Geschmack des Spielers zu entscheiden hat.

    • Zyug sagt:

      Wenn man sich denkt,
      ich bin aber asiate im ninja kostüm solte man
      wissen das es erstmal langweilig Für andere ist,
      und das Ninjas marineblau trugen.

Antwort zu Hagen verfassen