Dein Start ins Larp

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Cyrus Am 13. - August - 2011

Der Paladin ist eine spezialisierte Form des Kriegers und in der heutigen Larpwelt ein gern gespieltees Konzept. Doch auch wenn auf dem Ersten Blick nicht mehr als eine “gute” Gesinnung und eine Plattenrüstung dazu gehört, gibt es doch auch noch weitere Dinge zu beachten. In diesem Artikel erläutere ich Dir gewisse grundlegende Konzepte zu diesem Charaktertypus und zeige einige Fallstricke auf, welche Dir vielleicht Probleme bereiten könnten.

 

Ein Paladin im Larp – was ist das?

Fangen wir als erstes mit der grundlegenden Frage an: Was ist denn bitte ein Paladin? Anders als oftmals behauptet ist ein Paladin kein Krieger des Guten, oder des Lichts. In erster Linie ist ein Paladin der (gesegnete) Krieger einer Gottheit, in dessen Namen er lebt, handelt und auch streitet. Wichtig hierbei ist also, dass der Paladin ein gläubiges Wesen ist das seine Gottheit verehrt und auch fest an diese glaubt, man kann also von einem Geistlichen sprechen.

Dies bedeutet nicht zwanghaft, dass Dein Charakter aus einem Kloster kommen muss und Gebetstexte rezitieren kann, würde aber durchaus ein stimmiges Bild vermitteln. Ebenfalls solltest Du feste Glaubensregeln haben, welche Dein Charakter auch unter allen Umständen einhält. Predigten und kleine Gebete bieten ein schönes Spiel und schaffen Ambiente, in dem Du Andere an Deinem Hintergrund teilhaben lässt.

 

Larp – Hintergrund zum Paladin

Nachdem wir nun geklärt haben, was ein Paladin eigentlich ist können wir nun etwas auf die Hintergrundgeschichte eingehen. Wie bereits geschildert ist ein Paladin das Werkzeug einer höheren Macht, diese muss ihn irgendwie auserwählt haben. An diesem Punkt braucht man also schon einen “Grund” warum diese höhere Macht gerade auf Deinen Charakter aufmerksam geworden sein soll.

Dies kann viele Gründe haben, mag es die Laufbahn in einem Kloster sein (vom kleinen Novizen bis zum großen Ordensritter) oder durch ein bestimmtes Ereigniss. Diese Punkt sollte den Charakter durchaus geprägt haben, beispielsweise würde eine Ordenslaufbahn bedeuten, dass der Charakter in gewisser Weise gebildet ist und bestimmte Regeln des Ordens verinnerlicht hat, nach welchen er dann auch lebt.

Weiterhin wichtig ist meiner Meinung auch, dass ein Paladin nicht direkt nach Ehre, wie beispielsweise ein Ritter strebt, sondern danach den Willen seines Gottes zu erfüllen und diesen zufrieden zu stellen. Ein anderer Weiser Mensch, dessen Namen mir nicht mehr einfällt sagte auch einmal, dass ein Paladin ein Krieger sei, der von anderen zwar mit diesem Titel benannt wird, sich aber selbst niemals so vorstellen würde.

Diesen Satz kann ich so nur bestätigen, da Prahlerei nicht zu einem Paladin passt, denn dieser braucht ja nicht die Anerkennung der Menschen, sondern nur die seines Gottes.

 

Larp – Gewandung und Ausrüstung eines Paladins

Nun komme ich zu den Äußerlichkeiten eines Paladins. In erster Linie bist Du ein Gottesmann – dies musst Du immer im Hinterkopf behalten. Fromme Kleidung und Zeichen Deiner Gottheit MÜSSEN sichtbar an Dir vorfindbar sein.Ebenso solltest Du nicht zu prunkvolle Kleidung tragen, denn Du bist ja auch kein Adliger.

Wenn Du Rüstung trägst, grade wenn Du in den Kampf ziehst würde ich Dir zu einer schweren Rüstung raten, immerhin willst Du ja den Willen Deines Gottes durchsetzen. Eine Plattenrüstung sollte daher vorhanden sein. Wie diese aussieht kommt nun auf Deine Gottheit drauf an. Solltest Du einem guten Gott dienen, wäre eine polierte, saubere Rüstung zu empfehlen, wenn Du aber irgendeinem Seuchengott dienst, dann kann auch Dein Äußeres krank und marode wirken.

 

Bewaffnung eines Paladins im Larp

Last but noch least: Deine Bewaffnung. Jetzt seien wir einem ehrlich, zwei Einhandwaffen sehen einfach doof bei einem Paladin aus, auch Langdolche sollten nicht zur Primärbewaffnung gehören. Ein mächtiger Schild jedoch unterstreicht Deine Autorität, genauso wie eine passende Waffe. Denk daran, Du hast ein bestimmtes Ziel, wähle also ein entsprechendes Werkzeug. So eignet sich ein Streithammer oder ein Zweihandschwer wohl wesentlich besser Deine Feinde zu zerschmettern, als zwei Elfenkatanas.

Dies soll es ersteinmal gewesen sein, wenn Du noch etwas vermisst oder Anregunen hast, dann schreib doch eingach einen Kommentar.

So far,

euer Cyrus



Kategorien: Allgemein, Charaktertipps

3 Antworten bis jetzt.

  1. celebriel:) sagt:

    deine beschreibung ist sehr sehr gut,und bisher wusste ich auch gar nicht das es sowas wie einen dunklen paladin gibt.

  2. Alvarez sagt:

    Hm.
    Ich verweise hier einfach mal auf meinen Kommentar in folgendem Artikel, in dem ich mehr oder weniger meine Charakterlaufbahn geschildert habe. Nur um Ideen zu liefern :)

    http://blog.dein-start-ins-larp.de/2011/07/25/dein-start-ins-larp-charkter-aufbauen/

    Gruß,
    Alvarez

  3. Yusarien sagt:

    Hallo erst mal. Ich bin am Überlegen ab ich einen Paladin spielen möchte, jedoch bin ich nicht so glücklich damit, wie dieser beschrieben wurde. Natürlich war mir vorher schon einiges klar, möchte mir aber ungern eine Plattenrüstung kaufen, falls ich doch merke, das ist nicht das Richtige für mich.

    Gibt es eine ähnliche Klasse, also Krieger mit magischen Fähigkeiten bzw. was ich gerne können würde wären Heilfähigkeiten und dennoch ein Krieger mit Schwert sein.

    Danke im Vorfeld :)

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