Dein Start ins Larp

Der Blog für Larper, Anfänger und Fantasyfans

Cyrus Am 25. - Juli - 2011

Wenn es um den eigenen Charakter (auch Char genannt) geht, hat Jeder seine ganz eigenen Vorstellungen. Egal ob Du einen Elf in einer Fantasyumgebung oder einen Hospitaler auf Endzeitcons spielen möchtest, all diese Charaktere haben immer Eines gemeinsam: sie müssen spielbar sein. Sollte dieser Punkt nicht erfüllt sein, wirst Du und Dein Umfeld wohl weniger Spaß haben. Bei der Gestaltung und dem Spielen eines Chars kann man enorm viel falsch machen, meist nicht mal absichtlich. Mit diesem Artikel möchte ich Dir dabei helfen, Dein Charakterkonzept stimmig aufzubauen, damit Du Spaß haben kannst und nicht über Stolperfallen fällst, die du hättest leicht vermeiden können.

 

Dein Larp – Charakter

stattlicher Larp-Elbenkriefer

So sieht ein richtiger Elbenkrieger aus - aber das ist bestimmt auch kein Erstchar. by Kelric

Am Anfang steht immer eine Idee, welche Du dann so ausarbeiten musst, dass sie auch spielbar ist. Oftmals schwebt der Charakter schon vollstens ausgeprägt vor, nehmen wir uns als Beispiel einen Krieger, welcher Hauptmann der Rittergarde von Irgendwen ist.

Er hat eine strahlende Rüstung, ist unglaublich widerstandsfähig, ein meisterhafter Kämpfer und natürlich auch erfahren im Kampf gegen Monster. So weit, so gut. Allerdings ist diese Idee doch noch etwas mager. Eine entscheidende Frage wäre beispielsweise, wo kommt dein Char her?

Hat er einen Beruf erlernt, bevor er Ritter war? Wie heißen seine Eltern und warum entschloss er sich dazu diese zu verlassen? Welche Hobbies hat er gern? Worin ist er gut, was kann er dafür nicht? Hat er irgendwelche Freunde? Woher hat er denn die teure Rüstung?

Diese Liste könnte endlos weiter gehen. Also kannst Du Dir als Erstes folgendes merken: gestalte nicht nur einen Aspekt Deines Charakters, sondern baue sein komplettes Leben. Fang bei seiner Geburt an (Eltern, Geschwisster, vielleicht sogar einen ganzen Familienstammbaum), ein Zwerg kann Unmengen über seine Vorfahren erzählen, das kommt besonders bei Tavernenabenden sehr gut.

Weiter gehts mit der Kindheit Deines Chars. Wie verlief diese, hatte er Freunde, Feinde oder ist irgendwas Prägendes passiert? Anschließend solltest Du dich langsam dem aktuellen Zeitpunkt nähern, Dein Char ist älter/erwachsen. Warum zieht er umher? Hat er einen Lebenspartner? Welchen Beruf erlernte er?

Wenn Du diesen Leitfaden beachtest bist du recht schnell in der Lage einen stimmigen und stichhaltigen Charakter zu kreieren. Nichts ist blöder eine Frage über den Char gestellt zu bekommen (gerade im Spiel) und darauf erstmal einige Minuten überlegen zu müssen.

 

Das solltest Du im Larp sein lassen

Jedoch gibt es auch einige “Ideen”, von denen Du Dich wirklich fern halten solltest. Erstens ein mal, versuch es nicht mit der Heroik zu übertreiben. Erlebe und vollbringe Deine “Heldentaten” auf Cons anstatt sie nur in deiner Hintergrundgeschichte zu schreiben.

Meistens wirken diese voll erdachten Heldentaten sehr übertrieben und wecken wenig Begeisterung. Auch sehr wichtig, gestalte Deinen Charakter so, dass er nicht Alles kann. Das mag sich zwar in Deiner Vorstellung cool anfühlen, aber in der Larp-Realität sieht das schon wieder Anders aus.

Es sind grade die Vor- und Nachteile eines Larp – Charakters, welche ihm Schliff verleihen. Besonderes Augenmerk solltest Du auf die Nachteile des Chartars legen. Beispielsweise könnte unser Ritter ein Trunkenbold sein, der wegen irgendeiner Schmach Angst vor Bauernaufständen hat. Oder vor einem bestimmten Tier.

Versuche Deinem Larp – Charakter möglichst viel Spielfläche zu geben. Schwächen bedeuteten nichts weiter, als dass Du andere Spieler um Hilfe bitten musst. Aber das ist nichts Schlimmes, ganz im Gegenteil. Du bittest andere SCs um Hilfe und ziehst mit ihnen Los, wohin auch immer. Daraus ergibt sich wieder eine Spielmöglichkeit.

Ein weiterer Tipp welchen ich Anfänger gerne gebe ist, dass sie ihren Charakter entwickeln lassen sollen. Das bedeutet in usnerem Falle, dass Du nicht gleich den mächtigen Ritter spielst, sondern ersteinmal einen Knappen, der bei einem Ritter in die Lehre geht, oder gar erst einen Ritter sucht, der ihn unterrichtet.

Natürlich ist das nicht so “cool” wie der fertige Ritter, aber dafür brauchst Du nicht so viel Ausrüstung am Anfang und Du hast viel mehr Spiel. Die Suche, die Ausbildung – das Alles würde ein SC, der einen fertigen Ritter spielt gar nicht erst erleben. Ebenfalls kann es Dir passieren, dass sich der Charakter ganz anders entwickelt, als Du es Dir vorgestellt hast. Das ist nicht negativ, Dein Char wird so viel mehr Tiefe erhalten.

Larp Taverne

In einer Taverne wird nicht gekämpft oder Rätsel gelöst, hier diskutiert man und erzählt sich voneinander. By Kelric

 

Fazit

Ich fasse also noch einmal zusammen. Ein Char braucht eine stichhaltige Geschichte, sollte nicht zu großspurig ausgerichtet sein und lieber klein Anfangen und sich entwickeln (gut Ding will Weile haben). Stärken sind zwar gut, aber erst Schwächen machen Deinen Charakter erst richtig interessant.

Was meinst Du? Sollte man einen Char von “klein” an bespielen oder warten bis man die komplete Ausrüstung hat und gleich “richtig” loslegen? Schreib mir doch einen Kommentar dazu, wie Du das siehst.

Bis morgen,

euer Cyrus



Kategorien: Allgemein, Charaktertipps

17 Antworten bis jetzt.

  1. Natabas sagt:

    Hi, sehr schöner Artikel :)
    Ich bin selbst erst ein Anfänger, hab einen Con besucht und nehme ab morgen am Drachenfest teil. Mein erster Char war ein Söldner, ich hatte Kettenhemd Helm Panzerhandschuhe und ein Schwert, sowie Schwertkampferfahrung. Blöd nur, das LARP Kampf was völlig anderes ist und ich so mehrfach unterlegen war. Also hab ich den Char sich weiterentwickeln lassen und probiere auf dem DF aus, dass er aus dem Söldnerjob ausgestiegen ist und das Schwert gegen Pfeil und Bogen getauscht hat, da er keine weiteren schweren VErletzungen will.

    Deshalb finde ich deinen Rat mit dem Entwickeln sehr gut, zumal man auf seinem ersten Con erst beginnt herrauszufinden was einem wirklich Spaß macht.

    Herzlichen Gruß
    Natabas

  2. Lelo sagt:

    Ich finde es auch sehr viel schöner von klein auf zu beginnen, denn dadurch lernt man seinen Charakter den man spielen will auch erst richtig kennen. Ich habe mir nur Eltern, Geschwister und meine Kindheit erdacht und mich dann währed des spielens auf viel eingelassen und mein Char hat dadurch viele schäwechen aber auch tolle stärken.
    Lelo

  3. Natabas sagt:

    Ich hab so auf dem Drachenfest zum Beispiel festgestellt, das mein Char durchaus auch mal die eigene Haut rettet und leider dafür andere im Stich lässt, aber diese Schwäche macht ihn menschlicher

  4. Alvarez sagt:

    Wirklich, sehr schön, der Artikel.

    Ich gebe zu, ich hatte einen guten LARP-“Vater” (naja, halt den kerl, der mich zum LARP gebracht hat), und der hat mir gleich einige Tipss gegeben. Darunter auch: Assassinen sind doof, und schwarz ist auch doof!

    Ich will mich ja nicht selbst loben, aber mein erster Char war lediglich ein Junge, der nach nem ziemlichen Streit bei seinen Eltern ausgebüchst ist, des Vaters Geldbeutel gleich mitgenommen hat, und sich davon einige Zeit über Wasser halten konnte.
    Auch ohne Waffe.

    Hier und da sah man natürlich “diese hohen Herren”, teilweise Adlige, oder auch Ritter in ihren strahlenden Rüstungen! Naja. Andere wollen Feuerwehrmann werden, mein “Kleiner” wollte Ritter werden.

    Mit Gold kann man sich aber keinen Ritter kaufen (Naja…nicht für das bisschen, was er da noch hatte). Da traf er dann irgendwann einen Reisenden. Eine helle Kutte, ein langer, roter Mantel, ein recih verzierter Stab, in dessen Spitze ein Vogel geschnitzt war. Ein Priester. Genauer gesagt, den Priester eines Ordens. Und wie diese Priester nun mal sind, reden sie und predigen.

    Naja. Kurze Zeit später lief Klein-Alvarez ihm also nach. Der Priester brachte ihn in ein Kloster. Eher eine Burg als ein Kloster, aber egal, dort begann dann die Ausbildung Alvarez zum Ordenskrieger/Paladin. Die Traditionen des Ordens gehen in etwa soweit, dass die Novizen, die ihre Ausbildung nahezu beendet haben, ca. 1 Jahr fortgehen (und zwar ohne dass sie vom Orden unterstützt werden. Wenn sie gottgefällig handeln, wird ihr Gott schon für sie sorgen!), im Namen ihres Gottes handeln usw. Nach diesem Jahr erhalten sie (vorrausgesetzt, sie haben nach stets nach den Ordensregeln gelebt etc. pp.) ihre eigentliche Weihe und steigen zum Ordensbruder auf.
    Mit diesem Tag erhalten sie auch ihre eigene Rüstung, auch endlich die seit dem ersten Tage ersehnten Waffen und ziehen aus, um den einen, ihren Gott in alle Welt zu tragen.

    Langer Rede, kurzer Sinn. Auch ich entwickle meinen Char. Meiner ist gerade in seinem Prüfungsjahr, nächstes Jahr, anfang der LARP-Saison dürfte er seine Weihe erhalten. Das Schöne an diesen Konzepten ist auch einfach, dass man auch lange Zeit hat, sich auf den Char einzustellen, und auch die Ausrüstung nicht mit einem Schlag haben muss.
    Auch wenn man erzählt, sei es in der Taverne oder sonstwo: Auch als gerade erst aufgestiegener Bruder kann man eine Fülle über das erzählen, was man schon erlebt hat, in diesem “Auslandsjahr(:D)” braucht man nur das wenigste an Ausrüstung…Und hat so viele Möglichkeiten.

    Und wisst ihr, wie schön es auch ist, einen Char über lange Zeit zu spielen, mit richtigen Ambiente-Spielern? Und wenn man sich 3 Jahre IT (!) nicht mehr sieht, und sich dann wiedertrifft?
    Wenn man sich richtig in die Rolle reinfallen lässt… Dann sind das die Momente, die ich wirklich liebe. Den Rest hinter sich lassen. Und einfach nur spielen. In diesem Sinne zitiere ich:

    “Spiel mit!”

    P.S.: Entschuldigt meine Ausschweifungen.

    P.S.S.: Auch ein wunderschöner Moment: Ich zitiere einen Char, den ich jetzt seit 3 CoMs kenne, und auch nur jedes Jahr auf dem CoM sehe: “Und wag es ja nicht, nächstes Jahr immer noch als Novize hier anzutanzen!”

    P.S.S.: Fragen zu Ordenskrieger-Konzepten? Ich versuche auch immer gern zu helfen. meier.alexander@online.de. Schreibt mich an :)

    P.S.S.S.: Desweiteren entschuldige ich mich für die vielen postscripti :)

  5. Xardian sagt:

    Also… (guter anfang^^) Ich bin noch kein Larper, werde es aber hoffentlich noch, ich bin noch ziemlich Jung(bin erst 15 :D), und bin desshalb guter Dinge, das irgendwann nochmal zu anzufangen.

    Du schreibst hier, man soll nicht übertreiben, und eine Vorgeschichte haben, ich arbeite schon lange an einem Charakter, für ein Buch (ich will mal schriftsteller werden) und damit auch am Prolog des Buches, dieser Charakter sieht so aus:
    Er ist der Sohn eines Bauern, doch irgendwann sind die Schergen eines bösen Herrschers in das Land aus dem er Stammt eingefallen, sie Brannten Häuser und Höfe ab, und töteten die Leute, dies Geschah, nach der Jährlichen Einfuhr des Getreides, in diesem Jahr musste er sich, als der Älteste Sohn, um die Einfuhr kümmern, als Die Angreifer nahten, war er gerade im Keller, den Käse fürs Abendessen zu holen, als er die Treppen hinauf stieg, hörte er die Anstürmenden Horden, Der Keller bestand zwar eigentlich aus einem Raum, doch war hinter einem Schrank noch ein zweiter Raum, der als Reservelager für schlechte Zeiten diente, denn dass die Schergen des Oberbösewichts( Name kommt noch^^) kamen, und die Höfe überfielen und von ihnen Geld und Essen nahmen war bekannt, doch diese Nacht war anders, da er eigentlich nicht mutig war, versteckte er sich im Lagerraum, so dass die Schergen, bei einem Schnellen durchsuchen ihn nicht finden könnten, er ließ den Schrank aber soweit offen, dass er nach draußen blicken konnte, falls wider erwarten einer seiner Familie herunter käme. Nachdem er stundenlang gewartet hatte, schlief er ein, als er wieder erwachte, war es ruhig geworden, er öffnete die Geheimtür und stieg die Treppe hinauf, er nahm sich ein Messer , dass zum Anschneiden des Käses verwendet worden war, und schlich hinaus. Er sah, mit dem Rücken zu ihm eine Leiche plündernd einen einzelnen Soldaten des Oberbösewichts. So leise er nur konnte schlich er an ihn heran. Schritt für schritt, er wagte kaum zu Atmen… er war jetzt genau hinter ihm, doch der Mann schien nichts gemerkt zu haben, “jetzt schnell” dachte er sich, und mit einem schnellen und gezielten Schnitt tötete er den Mann.
    Er warf das Messer weg, und blickte auf den vor sich liegenden Mann, Er trug eine stabile Schuppenrüstung, und an seinem Gürtel hing ein Schwert, das wird er jetzt nicht mehr brauchen dachte er sich, und nahm es samt Scheide. Er band es sich um und war erdrückt von dem Gewicht, dass ihn nun nach unten Ziehen wollte, doch es half nichts, das Schwert würde er nicht wieder weglegen.

    Sooo,(wahrscheinlich hab ich jetzt schon mehr als der Kollege vor mir^^) dieser Charakter ist nach meinem Standpunkt, in allen Kriterien erfolgreich, aber ich weiss nicht, ob ihr ihn zu aufgesetzt findet,(bitte kritisiert nicht meinen Schreibstil meine Bücher werden spannender geschrieben sein^^) bitte schreibt eure meinung dazu, dass würde mich freuen

    außerdem habe ich schon häufig gelesen, dass die Leute viele Charas haben, oder zu mindest mehrere, ist das wichtig? Oder würde es reichen einen zu haben, warum sollte man mehrere Charas erfinden? Wie viele Charas habt ihr?

    Zu deiner Arbeit Cyrus, respekt dieser Blog ist gut gestalltet und ziemlich übersichtlich, ich bin sehr zufrieden hiermit!

    PS: wem meine kleine Geschichte gefallen hat, der darf sich auf mein Buch freuen :D

    • Cyrus sagt:

      Hey Xardian, ich find die Idee für eine Story gut, aber für Larp eher ungeeignet, gerade für einen Anfänger. Es ist dieses Klischee vom unfreiwilligem Helden, das ist mittlerweile wie Sand am Meer in Charstories zu finden^^. Weiterhin ist das die Story eines Helden und im Larp gehts in erster Linie um Rollenspiel, das bedeutet dass es in erster Linie von Deinem Spiel und dem Deiner Mitspieler abhängt, ob Du im Spiel auch wirklich ein Held sein kannst.
      Außerdem: der Junge zieht sich ne Schuppenrüstung von einem erwachsenen Krieger an, die passt ihm doch niemals im Leben XD – zumindest ist das etwas, was ich sofort IT ansprechen würde, wenn ich das im Larp hören sollte^^.

  6. Venja sagt:

    Hallo :)

    Ich finde die Idee mit dem Entwickelnlassen sehr gut. Ich war noch nie auf einem Con und werde im Juli beim Drachenfest mitmachen, mit einer Gruppe erfahrenerer Rollenspieler. Bei der Erstellung des Charakters stand für mich mit im Vordergrund: was kann ich ausspielen und was nicht? Mein Charakter kommt mit Schwert und Bogen, ist aber nicht geübt darin, gerade Anfänger, immerhin habe ich als Person noch nie eins von beiden in der Hand gehalten. Die geübte Waldläuferin würde man mir bei meinem Alter (19) eh nicht abnehmen, es sei denn, sie hätte im Clan von früh an gelernt, hat sie aber nicht.
    Ich freu mich schon darauf, zu sehen, wie sich der Char beim Drachenfest entwickeln wird und wie es weitergeht. Dass das Mädel aus einem Waldläuferclan kommt heißt ja nicht, dass sie dafür prädestiniert ist, Waldläuferin zu werden (auch wenn ich gern möglichst lange etwas von meiner Lederrüstung haben will … aber auch so ist ja noch alles offen^^).

    Der Blog ist sehr schön gestaltet und vor allem informativ. Die “kein schwarz!”-Regel ist mir auch von Anfang an bekannt (wenngleich es sich aus Kostengründen nicht vollkommen vermeiden ließ, aber die Hautrüstung ist braun, nicht pseudocool schwarz ^^).
    Weiter so!

    Gruß, Venja

  7. Azrael Trivair sagt:

    *Neigt leicht das Haupt vor Cyrus und den anderen, vor ihren Beschreibungen und seinen Ausführungen, die in Sachen Detailreichtum sehr schön auf eigene Erfahrungen aufbauen*

    Mein Name ist Azrael, ich bin 22 Jahre alt und war dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Drachenfest, wenngleich ich auch schon vorher Erfahrungen im Internet mit einem, mit einer Bekannten, erdachten Rollenspielsystem einige Erfahrungen gesammelt habe.
    Ich habe einiges An Erfahrungen mit der Charaktererstellung und spiele durchaus bis zu 20 verschiedene Personen mit entsprechenden Hintergründen.
    Aber einmal davon abgesehen, bei einem LARP-Con halte ich es für besser, sich nur euf einen Char zu konzentrieren. Zum einen erleichtert es daas Spiel für die anderen Spieler, weil sie mit einem Gesicht auch nur einen Char verbinden, zum anderen spart man massig an Ausgaben, wenn man nur ein Kostüm mitnimmt. ;-)
    Was die Sache mit der schwarzen Gewandung angeht… Schwarz ist aus der Esotherik eine “Farbe” des Schutzes. und wohl auch aus diesem Grund wird sie von vielen Spielern, gerade Einsteigern als Hauptfarbe gewählt, weil sie sich unsicher fühlen… Zum Anderen kann man Schwarz mit allen möglichen Farben beliebig kombinieren, ohne dass es sich damit beißt. Ich zum Beispiel trage eine schwarze Samtrobe mit blauem Innenfutter und diversen blauen “Farbklecksen” überall auf dem Gewand, damit es wiede rzu einander passt.
    Die Hauptsache ist eben, dass es zusammen passt. Dabei ist es fast egal, welche Farbe man nun dafür verwendet. (wenn es zum Charakterkonzept passt und vielleicht auch noch in das jeweilige Lager, in dem man sich befindet. Beispiel aus dem Drachenfest: im schwarzen Lager vermutet man schwarze, mysthische Gewandung. Im Chaoslager hingegen, kann man auch mal zu neon-Farben greifen, wenn alles stimmig ist.)

    @Xardian:
    Ich finde das Konzept nicht schlecht, insofern du dir auch Gedanken über die Kleinigkeiten, wie zum Beispiel die Rüstung gemacht hast, oder eben, dass du dein Schwert nicht unbedingt mutig in den Schlachtreihen kreisen lässt, wie ein Berserker, sondern eher einem Kampf entgehen willst. Immerhin hattest du ja ein Trauma… Deine Familie wurde ermordet und es waren eben solche Männer, mit Schwert und Rüstung, die dafür verantwortlich waren. Es wäre einfach merkwürdig, wenn du sofort zu einem Krieger in schillernder Rüstung würdest. ;-)

    genug gesülzt, ^^

    freundliche Grüße
    Azrael Trivair

  8. Toni sagt:

    hi,
    ich habe erst kürzlich vom LARP erfahren, es interessiert mich total, und ich bin fasziniert von den Waldläufern. Ich fange gerade an, meinen Char zu entwickeln, und dachte ich könnte mit Dolch oder so von zu Hause weggelaufen, und kenne mich etwas mit der Natur aus. Ich schließe mich dann vielleicht einer Gruppe an, oder so…
    Ich bin aber erst 13, und weiss nicht genau, wie ich dann anfangen soll, ohne blöd oder arrogant anzukommen..
    Könntest du, könntet ihr mir vielleicht helfen???
    Liebe Grüße
    Antonia

    • Cyrus sagt:

      Hey Toni,

      ich sehe da einige Dinge in der Idee die man vielleicht noch mal überdenken könnte:
      1. 13 – da hast Du noch keinen festen Job weil Du ein Kind bist, IT wie OT. Ich würde Dir empfehlen eine Art Ausbildung zu suchen, quasi ein Novizenverhältnis und Dir dann IM Spiel (also IT) gewisse Sachen beibringen lassen.
      2. Von zu Hause weggelaufen… das hört man fast so oft wie “Eltern von Orks/Drow/XYZ getötet. Warum sollten Deine Eltern nicht diesen Weg für Dich vorgesehen haben? Warum muss man immer mit der Familie brechen?
      3. der Anfang: schau dass Du Dir ein paar erfahrene Larper suchst, am besten eine Gruppe die Dich “mitnimmt”, da könntest Du Dich IT als Lehrling/Handlanger nützlich machen.

    • Raik sagt:

      Hallo Toni, nun ist ja einige zeit verstrichen und mich würde mal interessieren wie es mit dem Larpen läuft? ICh bin selber 13 und wurde mal von meinem Nachbarn (der sehr erfahren auf diesem Gebiet ist) mitgenommen auf ein LARP. Wir waren Im Fort Gorgast beider “Wandertaverne zur molligen Jungfrau” dort war es echt schön und das Kämpfen kam auch nicht zu kurz. Ich hatte als Rüstung eine Braune Stahlplattenbrigantine (eine art Schuppenpanzer der in den Regelwerken mit Punkte System drei Rüstungpunkte bringt) die mir mein Nachbar geliehen hatte. Da drüber trug ich eine Olivgrüne Gugel (Eine kapuzenartige Kopfbedeckung, die auch die Schultern bedeckt und meist aus verschiedenen Stoffen, vor allem aus Wolle, angefertigt wird) auch von ihm geliehen. Darüber wiederum trug ich einen Olivgrünen Wappenrock (eine lange ärmellose Tunika,die an den Seiten offen ist). Für das erst Mal hatte ich sie mir auch geliehen, doch bald werde ich mir selber einen nähen. Dann habe ich einen alten Ledergürtel um die Hüfte, wo ich eine Tasche (für meinen Schülerausweis und In-Time Geld) befestigte die auch noch eine schönen Schlaufe hat, wo ich gleich auch noch meinen Dolch reinsteckte, einen Beutel (für mein Out-time Geld) und eine Schwertschlaufe wo mein Schwert reingesteckt wurde. Ausserdem hatte ich Leder Beinschützer die jeweils einen Rüstungspunkt bringen. Insgesamt hatte ich somit einen Rüstungspunkte-Stand von fünf Rüstungspunkten.
      Mir hat es dort echt viel spass gemacht.
      Eine Hintergrund geschichte hatte ich nicht (naja… hatte diese “Drow kamen und schnetzelten meine eltern” geschichte^^)
      hat trotzdem spass gemach und jetzt habe ich mir auch eine Char geschichte überlegt.
      LG
      Raik

  9. Dewi sagt:

    Hallo
    Ich will Sommer mit meinem Kumpel auf unseren ersten Con gehen. Bin mir noch nicht so ganz sicher, was ich spielen soll. Ich dachte an die Tochter (ich bin 16) fahrender Spielleute , deren Truppe allerdings ihre Beste Zeit hinter sich hat, zum größten Teil aus Säufern, Gelegenheitsdieben und Alten besteht und langsam zerfällt. Sie will mit ihrem Bruder zusammen etwas Abstand gewinnen und als die Gruppe an einem Ortssrand lagert, verschwinden die beiden erstmal und und erkunden die nächste größere Stadt, wo sie in Schwierigkeiten geraten, weil sie einen Edelmann beleidgt haben.Währenddessen wird ihre Gruppe von wütenden Bauern weggejagt und die beiden haben wenig Lust hinterher zugehen und werden vermutlich auch nicht ernsthaft vermisst. Als Waffe würde ich einen Dolch nehmen, den sie mal irgendwo mitgehen lassen hat.
    Denkt ihr das wäre spielbar? Ich weiß es ist nah an dem “Von zuhause weggelaufen”-Klischee, aber ich finde das mit der versoffenen Spielmannstruppe so toll. :)
    LG Dewi

    • Cyrus sagt:

      Hey Dewi,
      also erst mal hast Du recht mit diesem Klischee – ABER Du hast auch recht, das mit der Spielmanstruppe ist wirklich ganz cool. Ich glaube definitiv dass das umsetzbar ist. Außerdem ist das ein klasse Konzept um einfach mal ins Larp einzutauchen und sich alles anzusehen, ist außerdem mal erfrischend nicht von MegaHelden oder den normalen Charkonzepten zu hören. Halte uns doch auf dem Laufenden und berichte wie es so bei Dir lief :)

  10. Zyug sagt:

    Hy Ich bin anfänger und erst 14 Deshalb wollte ich Fragen ob ich trotz meinem alter aber 1,5 Jahren kampfsport erfarung und talent, Chancen gehgen andere habe?

    • Cyrus sagt:

      Hay Zyug,
      Larp ist Darstellung, da ist es egal ob Du Kampfsporterfahrung hast oder nicht. Im LARP geht es darum dass Kämpfe gut aussehen und nicht dass man herumfuchtelt um möglichst viele Treffer zu landen. Klar kannst Du als “Ninja” mit 2 Schwertern durch die Kämpfe ziehen und ganz viele schnelle Treffer setzen, jedoch wirst Du dabei bei Deinen Mitspielern dabei nicht so viel Zustimmung ernten.

  11. Wagenkind sagt:

    Hallo Cyrus,

    Ich bin mehr zufällig auf deinen Artikel gestoßen und es klang so als hättest du nichts gegen ein wenig feedback. Seit einiger Zeit LARPe ich nun schon wenn auch nicht regelmäßig und dabei ist mir aufgefallen, dass viele Spieler bei dem bau ihres Charakters etwas wichtiges weglassen. Der Charakter des Charakters. Eine lange Hintergrundgeschichte sagt noch nicht zwingend was für ein Mensch du bist (kann eben aber muss nicht). Der Beruf des Krieger definiert einen nicht völlig. Was ich sagen will, das ich zumindest persönlich bessere Erfahrung damit gemacht habe meinen Charakteren “Charakterzüge” zu geben. Laut, faul, Sadist, stolz, religiös, schüchtern, dickhäutig, empatisch, scheu, unsicher, bedacht oder kalt um nur einige zu nennen. Grade als Tip für Anfänger finde ich es wichtig den Fokus darauf zu lenken. Man will ja eine andere Person darstellen, aber die definiert sich eben über ihren Charakter. Würde mich interessieren was du dazu meinst ^^.

    Viele Grüße,
    Ein Wagenkind

  12. Sani sagt:

    Sei gegrüßt Cyrus,

    Ich bin wirklich noch ein “Noop”, da ich mit meinen Schwester (3) zum ersten Mal auf eine Larp gehen wollen. Wir bilden eine Truppe aus 4 Kriegerinnen und haben alle das gleiche Wappen. Das Probleme liegt darin das wir weder Freunde noch Bekannte haben die dieses Hobby ebenfalls nach gehen, daher erkunden wir Webseiten und Youtube-Videos.

    Dein Artikel war spannend wie hilfreich. Danke!

    Ich hoffe nur das meine Truppe alles richtig machen wird und wir viele neue Leute kennenlernen.

    Zum Anfang wollten wir uns auch nicht sofort einreihen, sondern ehen zuerst mit der Rüstung auf Events und versuchen dort Kontakte zuknüffen, die uns mehr helfen können und unseren Einstieg in diesem “Zweitleben” ermöglichen.

    AN ALLE:
    Ich wohne nah an der Küste in Schleswig-Holstein und würde mich freuen sollten sich Leute melden, die mir und meinen Schwestern helfen könnten. Ich bedanke mich schon mal im Voraus. ^^

    Viele Grüße,
    Sani x3

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